Ohrenschmalzdrüsen – wichtiger Bestandteil des Innenohrs

Ohrenschmalz gehört zu den wichtigen Sekreten des Körpers, welche Schutz vor Krankheiten bieten und Bakterien und Viren den Kampf ansagen. Das gelblich, schmalzige Sekret, das in der Fachsprache als Cerumen bezeichnet wird, reinigt den äußeren Gehörgang und schützt diesen damit durch eine Art Säureschutzmantel.

Schmutz und abgestorbene Hautpartikel, welche täglich in den Bereich zwischen Trommelfell und Ohrmuschel gelangen, können für Infektionen sorgen und somit allerhand Bakterien einen reichen Lebensraum bieten. Um dies möglichst zu verhindern, sondern die Ohrenschmalzdrüse wichtige Fette ab. Diese gelangen beispielsweise durch das alltägliche Sprechen, Essen oder aber durch anderweitige Bewegungen des Kiefers in den äußeren Teil der Ohrmuschel und reinigen diesen so von anfallenden Verunreinigungen. Im Artikel zum Thema Pfropfen im Ohr könnt ihr in der Grafik sehen, wo in etwa die Ohrenschmalzdrüsen liegen.

Wikipedia Screenshot von Google – Erklärung: Was ist Ohrenschmalz?

ohrenschmalzdrüsen bild

 

Im Alter verkleinern sich die Drüsen häufig

Insbesondere im Alter kann es jedoch dazu kommen, dass sich die Ohrenschmalzdrüsen verkleinern und somit weniger Sekret absondern. In diesem Fall trocknet das Ohrenschmalz häufig bereits im Gehörgang und wird somit nicht mehr zur Reinigung nach Außen befördert. Hautpartikel und Schmutz gelangen dabei in das Ohr und können somit schwere Entzündungen auslösen. Manchmal kommt es des Weiteren zu einer Entzündung der Ohrenschmalzdrüsen, in welchem Zug sich ein sogenannter Pfropfen bildet, der die Hörfähigkeit des jeweiligen Betroffenen einschränkt. Somit kann die Selbstreinigung des Gehörgangs nicht mehr korrekt erfolgen – es muss anderweitige Abhilfe zum Beispiel durch ein Spray verschafft werden.

Entzündung der Ohrenschmalzdrüsen und Bildung von Pfropfen – schnelle Abhilfe bei Problemen

Sollte bereits die Hörfähigkeit eingeschränkt sein und weniger Ohrenschmalz austreten als bisher, ist es an der Zeit den Gehörgang von dem vertrockneten Ohrenschmalz zu reinigen. Dies kann unkompliziert mit einem feuchten Lappen (körperwarm) erfolgen, bestenfalls nach dem Duschen oder Baden, da sich der Schmalz hier wieder etwas verflüssigt hat.

Funktioniert diese Methode nicht, beispielsweise durch schwerwiegender Ablagerungen im Ohr, kann auf eine Ohrspülung zurückgegriffen werden, welche auch vom HNO-Arzt angeboten wird. Hier wird der Gehörgang mit Wasserdruck gereinigt und die Entzündung wird gemildert. Außerdem verfügt der Arzt über weitere Werkzeuge, um das Malheur fachgerecht und ohne großen Aufwand zu beheben. Diese Reinigung kann man also auch ohne den HNO-Arzt an sich selbst durchführen, wenn die nötigen Utensilien vorhanden sind.

Kommt es häufiger zur Ansammlung von Ohrenschmalz oder zur Entzündung der Ohrenschmalzdrüsen, so können regelmäßig Ohrentropfen verwendet werden, welche in der Apotheke erhältlich sind, den Gehörgang reinigen und die Entzündung mildern. Als Alternative können hier auch wenige Tropfen verschiedener Öle eingesetzt werden, beispielsweise Mandel- oder Olivenöl. Leicht erwärmt wird das jeweilige Öl in das Ohr getröpfelt und anschließend wieder zum herausfließen bewegt. Hierbei lässt sich der störende Schmalz und die Drüsen werden zu neuer Funktion angeregt.